Beteiligte Personen im Gericht

Hallo!

Hallo – schön, da bist du ja wieder! Dann kann ich dir nun meinen Gerichtssaal zeigen. Hm, da sitzen ganz schön viele Leute. Vielleicht erkläre ich dir mal, wie man die nennt und auch, warum einige so schwarze Mäntel anhaben. Diese Mäntel werden Roben genannt. Außer dem Richter tragen auch Staatsanwalt oder Staatsanwältin und Anwalt oder Anwältin eine Robe. Dies soll zeigen, dass es um etwas Wichtiges geht und dass die Menschen, die eine Robe tragen dürfen, eine besondere Funktion haben. Klicke doch auf die Person, zu der ich dir etwas erzählen soll.



Richter oder Richterin

Wie du siehst, sitzt der Richter oder die Richterin vorne in der Mitte. Von hier aus kann er oder sie alle anderen gut sehen. Außerdem ist der Richter oder die Richterin auch der Chef oder die Chefin im Gerichtssaal. Er oder sie muss allen ganz genau zuhören und auch Fragen stellen, damit er oder sie am Ende eine Entscheidung treffen kann. Diese Entscheidung  wird Urteil genannt. Der Richter oder die Richterin schaut auch, dass sich alle im Raum ordentlich verhalten. Auch hier ist es so, dass immer nur einer reden darf und man sich nicht beleidigen darf. Manchmal sitzen dort in der Mitte drei Richter oder Richterinnen.



Schöffe oder Schöffin

Die zwei Menschen neben unserer Richterin haben keine Robe an. Da sie keine Richter oder Richterinnen sind, dürfen sie das nicht. Sie werden Schöffe oder Schöffin genannt. Normalerweise haben sie einen anderen Beruf und sind heute in der Verhandlung dabei, um unserer Richterin zu helfen, eine gute Entscheidung zu treffen.

Richter und Schöffen aus Lego


Staatsanwalt oder Staatsanwältin

Die Staatsanwältin oder der Staatsanwalt ist die Chefin oder der Chef von der Polizei. Wenn die Polizei ihr oder ihm berichtet, dass jemand etwas falsch gemacht hat, dann sagt sie oder er das dem Gericht. In der Verhandlung muss die Staatsanwältin oder der Staatsanwalt dann erklären, warum sie oder er denkt, dass die Angeklagte oder der Angeklagte etwas falsch gemacht hat. Auch die Staatsanwältin oder der Staatsanwalt darf den Zeugen und Zeuginnen Fragen stellen.



Protokollant oder Protokollantin

Die Frau oder der Mann am Computer schreibt mit, was in der Verhandlung gesprochen wird. So kann man das auch später nochmal lesen. Genannt wird die Person Protokollantin oder wenn es ein Mann ist Protokollant.

Protokollantin aus Lego


Angeklagte Person

Der angeklagten Person wird vorgeworfen, dass sie etwas falsch gemacht hat. Bei Gericht sagt man dazu auch Straftat.



Verteidiger oder Verteidigerin

Auf dem Bild siehst du neben dem Angeklagten einen Mann in einer Robe sitzen. Das ist sein Anwalt. Dieser versucht zu beweisen, dass der Angeklagte den Fehler nicht gemacht hat. Da er auf der Seite des Angeklagten ist und diesen verteidigt, nennt man ihn auch Verteidiger. Natürlich kann das auch eine Frau sein, dann sagt man Verteidigerin.



Wachtmeister oder Wachtmeisterin

Wenn du ins Gericht kommst, siehst du Menschen in Uniform. Das sind die Wachtmeister oder Wachtmeisterinnen. Sie sorgen dafür, dass im Gericht und auch in den Verhandlungen alles ruhig verläuft.



Nebenkläger oder Nebenklägerin

Wenn jemandem etwas sehr Schlimmes passiert ist, kann er Nebenkläger oder Nebenklägerin sein. Dann sitzt er oder sie vorne auf der Seite des Staatsanwalts, gegenüber von dem oder der Angeklagten. Wenn man Nebenkläger oder Nebenklägerin ist, darf man die ganze Zeit im Gerichtssaal bleiben und auch selbst Fragen stellen.



Nebenklagevertretung

Wieder so ein schwieriges Wort. Der Nebenkläger oder die Nebenklägerin werden meist von einem Anwalt oder einer Anwältin begleitet. Dieser oder diese unterstützen und beraten die Nebenkläger. Deshalb werden sie Nebenklagevertreter oder Nebenklagevertreterin genannt.



Zeuge oder Zeugin

Nun kommst endlich du! Wenn du nun also zu Gericht kommst, wartest du vor dem Gerichtssaal. Irgendwann ruft dich die Richterin oder der Richter auf. Du gehst nun in den Raum und setzt dich an den Tisch, der dort in der Mitte steht. Deine Aufgabe ist es nun, der Richterin oder dem Richter alles zu erzählen, was du gesehen, gehört oder erlabt hast. Nachdem du erzählst hast, kann es sein,  dass die Richterin oder der Richter noch ein paar Fragen an dich hat. Die beantwortest du dann auch noch. Wenn dann niemand mehr eine Frage an dich hat, darfst du wieder gehen.

Zeuge


Zeugenbegleitung

Da das sicher alles ganz neu und aufregend für dich ist, musst du auch nicht alleine zum Gericht. Es gibt Menschen, die dich dorthin begleiten können, deshalb nennt man diese auch Zeugenbegleitung. Wenn du möchtest, könnt ihr euch vorher zusammen schon mal einen leeren Gerichtssaal anschauen. Du kannst die Zeugenbegleitung alles fragen, was du nun noch wissen möchtest. Wenn du dann zu deinem Termin kommen musst, wird die Zeugenbegleitung auch da sein. Sie wartet mit dir, bis du aufgerufen wirst, geht mit dir rein und setzt sich neben dich. Und wenn du fertig bist, begleitet sie dich wieder hinaus.


Eltern/Begleitpersonen

Kinder dürfen ihre Eltern oder Begleitpersonen zum Gericht mitbringen. Der Richter oder die Richterin entscheidet, wo die Eltern oder die Begleitpersonen sitzen.  



Gutachter oder Gutachterin

Manchmal braucht auch der Richter oder die Richterin Hilfe, damit er oder sie etwas besser verstehen kann. Dies kann zum Beispiel sein, wenn es um medizinische oder psychologische Dinge geht. Dann bittet er oder sie jemanden, mit den Zeugen zu sprechen und/oder bei der Verhandlung dabei zu sein. Diese Personen werden Gutachter oder Gutachterin genannt.



Dolmetscher oder Dolmetscherin

Es kommt vor, dass Zeugen nicht gut Deutsch sprechen. Es ist aber wichtig, dass sie alles verstehen, was im Gericht gesprochen wird. Deshalb kommt dann jemand für sie, der nicht nur Deutsch sondern auch ihre Sprache spricht. Sie übersetzen alles, was gesprochen wird. So wissen am Ende alle, was die anderen gesagt haben.


Zuschauer

Manchmal dürfen auch andere Leute mit in den Gerichtssaal sitzen. Sie sitzen dann gegenüber vom Richter. Allerdungs dürfen sie aber nichts sagen, sie dürfen nur zuschauen.  Der Richter oder die Richterin entscheidet, ob Zuschauer anwesend sein dürfen oder nicht.


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